Am 15. April 2010 übernahm Karin Seehofer die Schirmherrschaft über unseren IRMENGARD-HOF.
Hier können Sie Ihre Ansprache zu diesem Anlaß lesen:
Sehr geehrter Herr Schulz,
meine sehr verehrten Damen und Herren,
es gibt wenige Termine, die mir so sehr am Herzen liegen, wie der heutige. Gerne und mit voller Überzeugung übernehme ich die Schirmherrschaft über den „Irmengardhof“.Dieser historische Dreiseithof am Ufer des Chiemsees soll nach Ihren Plänen, lieber Herr Schulz, zu einer Insel der Menschlichkeit werden - manches davon kann man auch durch die Umbauten bereits erahnen.
Inmitten dieser wunderschönen Landschaft planen Sie ein Idyll für Menschen, die das Schicksal vor große Herausforderungen gestellt hat. Auf dem „Irmengardhof“ soll eine Nachsorge- und Erholungseinrichtung entstehen für schwerstkranke Kinder und Jugendliche, für ihre Familien, ihre Eltern, Geschwister und Freunde sowie für alle Menschen, die diese Kinder begleiten oder begleitet haben.
Hier sollen sie alle Raum und Zeit finden zur Erholung und zur Regeneration, für Gespräche und Aufarbeitung. Aber noch viel wichtiger: hier auf dem „Irmengardhof“ wird Raum geschaffen für gemeinsame und unbeschwerte Erlebnisse, für Gemeinschaft und das, was man gemeinhin als „heile Welt“ bezeichnet. Gleichzeitig will man hier aber auch da sein für diejenigen, die einen geliebten Menschen verloren haben, die Trauerarbeit leisten und Lebenskrisen bewältigen müssen.
Die „Björn Schulz Stiftung“ stellt mit diesem Konzept Menschen in den Mittelpunkt, die im täglichen Leben mit kranken Kindern zwangsläufig zurückstecken müssen – Geschwister und Angehörige.
Wie sehr die Diagnose „unheilbar“ das Familienleben beeinträchtigt, kann niemand besser nachfühlen als Sie, Herr Schulz. Gemeinsam mit Ihrer Frau haben Sie den Verlust Ihres Sohnes Björn hinnehmen müssen. Diese leidvolle Erfahrung veranlasste Sie, Menschen zu helfen, die ein ähnliches Schicksal traf. Mit der „Björn Schulz Stiftung“ haben Sie bereits mehrere Projekte ins Leben gerufen, unter anderem das Kinderhospiz „Sonnenhof“ in Berlin-Brandenburg.
Sehr verehrter Herr Schulz,
ich möchte Ihnen, Ihrer Frau und allen Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Respekt und Anerkennung zollen. Sie haben Großes geleistet! Ich wünsche deshalb der „Björn Schulz Stiftung“ zahlreiche weitere Unterstützer und Förderer!
Dem „Irmengardhof“ wünsche ich die baldige Fertigstellung und Eröffnung. Als Schirmherrin verspreche ich, alles mir Mögliche zu tun, damit hier bald diejenigen einziehen können, für die dieses Projekt gedacht ist: schwerkranke Kinder mit ihren Familien.In diesem Sinne bitte ich Sie alle um Unterstützung des „Irmengardhofes“ – gemäß den Worten von Antoine de Saint-Exupéry:
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast.“
Herzlichen Dank!
